Unsere Werke von Veronika Martin Mantel

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Veronika Martin Mantel

Winterthur 1949

Biographie

VERONIKA MARTIN MANTEL wurde 1949 in Winterthur geboren. Nach der Matura studierte sie in Zürich und Freiburg i. Breisgau Musik bis zur Konzertreife und war international als Kammermusikerin und Solistin unterwegs. Auf ihre musikalischen Auftritte folgte das Bedürfnis nach künstlerischer Erweiterung und Vertiefung im visuellen Bereich. Sie studierte zwischen 1979 bis 1996 an der Schule für Gestaltung in Bern, an der Bundesakademie für bildende Kunst in Wolfenbüttel und an der Hochschule für bildende Kunst in Hamburg. In der Folge unternahm sie diverse Studienreisen in Europa und in den USA. Seit 1989 war sie freischaffende Künstlerin mit Ateliers in Winterthur, Walchwil am Zugersee und 1992/2014 in Orchamps Jura (Frankreich), wo sie zudem ein historisches Landhaus vorbildlich restaurierte. In jener Zeit zeigte sie ihre Werke regelmässig in- und ausländischen Galerien, beispielsweise in Zug, Winterthur, Zürich, Bielefeld, Frankfurt a. M., London, Paris, St. Paul-de-Vence, New York. Zudem wurde sie an institutionelle Gruppenausstellungen in der Schweiz (z.B. Kunsthaus Zug), Frankreich (z.B. Salon Comparaison, Grand Palais) und Deutschland Configura 1, Kunst in Europa, Erfurt) eingeladen. Auf dem Höhepunkt ihres Schaffens heiratete sie 2001 den Winterthurer Architekten Joachim Mantel und arbeitete mit ihm zusammen im Bereich Architektur. Seit 2016 Sichtung ihres Schaffens und Wiederaufnahme der künstlerischen Tätigkeit im Bereich der Schwarzweiss-Fotografie.

Ihre künstlerischen Arbeitstechniken umfassen hauptsächlich dünnhäutige Tonskulpturen, grossformatige Zeichnungen, Collagen und Fotografie. Ihr Werk ist das Resultat einer intensiven und zugleich sensiblen Auseinandersetzung mit organischen und körperlichen Formen sowie deren haptischen Qualitäten.

Der Kunsthistoriker Markus Schöb beschreibt ihre Werke treffend mit folgenden Worten: „Organische Formen wecken Erinnerung an biologische Gestaltformen, an Pflanzliches, an Zelluläres. … Die Skulptur steht da, unverrückbar, steht über der Zeit oder mindestens parallel zu ihrer Dimension. Sie steht, als ob sie schon immer gestanden hätte, mit ursprünglicher Kraft, unvergänglich. … Das Kulthaft-Monumentale des ersten Augenblicks weicht … mehr und mehr einer Sensibilität, die uns einerseits die Schwingung der warm strukturierten Oberfläche, andererseits die gerade, bestechend schlichte Schönheit ihrer Form spüren lässt. … Die Skulptur als Körper – der Körper ist kein Klotz sondern atmender Organismus, eine vibrierende lebendige Haut -die Skulptur als KÖRPER HAUT. Diese Hülle kleidet nicht, sie bildet, umhüllt einen bestimmten Raum und bezeichnet gleichzeitig einen viel grösseren mit ihrer Präsenz, ihrem Klang. Die Skulptur steht also im Raum und bildet in diesem ihren eigenen.“